Sony FE SEL70200G2
{"review": "Die halbe Makro-Leistung (1:2) über den gesamten Zoombereich und die exzellente Rand-zu-Rand-Auflösung durch AA- und asphärische Linsen zeichnen dieses 70-200mm f/4 Objektiv aus. Dank vier XD-Linearmotoren fokussiert es extrem schnell und leise, während die unterstützte Atmungskompensation für Filmaufnahmen unerwünschte Bildverschiebungen minimiert. Es eignet sich ideal für Wildlife- und Sportfotografen, die eine kompakte Telezoom-Lösung mit integrierter Makro-Funktion benötigen."}
Über dieses Lens
{"review": "Die halbe Makro-Leistung (1:2) über den gesamten Zoombereich und die exzellente Rand-zu-Rand-Auflösung durch AA- und asphärische Linsen zeichnen dieses 70-200mm f/4 Objektiv aus. Dank vier XD-Linearmotoren fokussiert es extrem schnell und leise, während die unterstützte Atmungskompensation für Filmaufnahmen unerwünschte Bildverschiebungen minimiert. Es eignet sich ideal für Wildlife- und Sportfotografen, die eine kompakte Telezoom-Lösung mit integrierter Makro-Funktion benötigen."}
- Focal length 70-200mm
- Max aperture 22
- Mount Sony E
- Stabilization
- Weather sealed
- Weight g 794
- Af type XD linear motors
- Lens type macro
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Das Sony 70-200mm f/2.8 GM OSS ist ein optisch überzeugendes Telezoom mit konstanter Lichtstärke und herrlichem Bokeh, das gebraucht oder im Angebot ein echtes Schnäppchen sein kann. Es zeigt Schwächen beim AF-Tempo und der Zoom-Mechanik im Vergleich zum Mk II, liefert aber Bilder, die man nur schwer vom teuren Nachfolger unterscheiden kann. Wer ein solides f/2.8-Tele für Sony E-Mount sucht und nicht das allerneuste AF-System braucht, ist hier genau richtig.
Überblick
Das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS ist so etwas wie der alte Bekannte unter den Telezooms für E-Mount: Seit Jahren im Einsatz, bei Events und Hochzeiten fast schon Standard, und trotz des Vorgänger-Status noch immer ein optisches Schwergewicht. Mit seiner konstanten f/2.8-Blende, dem klassischen 70-200mm-Brennweitenbereich und einer soliden Bildstabilisierung deckt es ein riesiges Einsatzspektrum ab – von Porträts über Sport bis hin zur Reportage. Die Verarbeitung ist typisch G Master: Staub- und spritzwassergeschützt, die Einstellringe laufen satt, und das 797-Gramm-Gehäuse fühlt sich auf den meisten Sony-Bodies gut ausbalanciert an. Wer auf der Suche nach einem gebrauchten 70-200mm f/2.8 unter 2.000 Euro ist, wird hier oft fündig – Neupreise schwanken dagegen wild zwischen rund 1.400 Euro bei seriösen Händlern und völlig überzogenen Mondpreisen im Netz.
Im Vergleich zum aktuellen Sony 70-200mm f/2.8 GM II wirkt dieses erste Modell in einigen Punkten angestaubt. Der Tubus fährt beim Zoomen aus, der Autofokus ist zwar treffsicher, aber nicht mehr der Schnellste im Stall, und der Bildstabilisator kann nicht ganz mit dem der zweiten Generation mithalten. Trotzdem: Die optische Leistung ist nach wie vor hervorragend – dank Nano-AR-Vergütung, XA-Linsen und Super-ED-Gläsern liefert das Objektiv eine knackige Schärfe bis in die Ecken und ein wunderschönes Bokeh. Nur wer Wert auf interne Zoom-Mechanik oder absolute AF-Spitzenwerte legt, sollte zum Nachfolger greifen. Für alle anderen ist das 70-200 GM ein verdammt gutes Arbeitsgerät, das man mittlerweile zu fairen Kursen bekommt.
Leistung
In unserem Test-Datenbank liegt die optische Abbildungsleistung des Sony 70-200 GM im 81. Perzentil – das ist stark, aber nicht rekordverdächtig. Die Schärfe ist offenblendig schon überzeugend, und bei f/4 hat man ein Niveau, das selbst mit hochauflösenden Sensoren wie dem 61-MP-Chip der A7R-Serie keine Schwäche zeigt. Am langen Ende ist es minimal weicher als am kurzen, aber das fällt im echten Leben kaum auf. Chromatische Aberrationen und Verzerrungen sind dank der digitalen Korrektur ein Non-Issue, und der Nano-AR-Coating schluckt Gegenlicht sicher weg. Wer es gerne in Zahlen mag: In unserem Schärfe-Score liegt das Objektiv nur knapp hinter dem aktuellen GM II.
Der Autofokus hingegen ist mit dem 54. Perzentil eher Mittelfeld. Der Dual-Floating-Fokus arbeitet präzise, aber die Geschwindigkeit reicht für schnelle Action nur bedingt – für Hochzeiten oder Porträts passt es prima, bei profi-Sport mit schnellen Richtungswechseln merkt man den Unterschied zur neueren Generation. Die Bildstabilisierung (79. Perzentil) bringt rund drei Blendenstufen effektiven Halt, genug für Freihand bei 1/30s am 200er, aber nicht mehr ganz auf der Höhe der Besten. Das Bokeh wiederum (77. Perzentil) ist cremig und angenehm weich, die 11-Lamellen-Blende hält die Unschärfekreise selbst beim Abblenden schön rund.
Vor- und Nachteile
Pros
- Konstante f/2.8 über den gesamten Zoombereich 98th
- Hervorragende optische Schärfe bis in die Ecken 90th
- Wunderschönes, cremiges Bokeh 89th
- Wirksame optische Bildstabilisierung 80th
- Robuste Wetterversiegelung und hochwertige Haptik
Cons
- Tubus fährt beim Zoomen aus (keine interne Mechanik) 21th
- Autofokus nur mittelschnell, nicht mehr auf Spitzenniveau 23th
- Nahaufnahmen nur mäßig (max. Vergrößerung 0,25x)
- Gewicht und Größe schränken die Reise-Tauglichkeit ein
- Preisliche Ausreißer bei einigen Händlern
Was Nutzer sagen
Technische Daten
Alle technischen Daten
Optics
| Type | macro |
| Focal Length Min | 70 |
| Focal Length Max | 200 |
| Elements | 19 |
| Groups | 13 |
| ED Elements | 3 |
| Coating | Fluorine coating |
Aperture
| Max Aperture | 22 |
| Min Aperture | 4 |
| Constant | Yes |
| Diaphragm Blades | 9 |
Build
| Mount | Sony E |
| Format | full-frame |
| Weather Sealed | Yes |
| Weight | 0.8 kg / 1.8 lbs |
| Filter Thread | 72 |
AF & Stabilization
| AF Type | XD linear motors |
| Stabilization | Yes |
Focus
| Min Focus Distance | 260 |
| Max Magnification | 1:2 |
Preis-Leistungs-Verhältnis
Bei einem Preis, der laut unseren Händlerdaten zwischen 1.420 und absurden 356.507 Euro pendelt, muss man genau hinschauen. Seriöse Shops wie Amazon listen das Objektiv aktuell oft um die 1.400 Euro, gebraucht bekommt man es ab etwa 1.000 bis 1.200 Euro. Angesichts der gebotenen optischen Klasse und der kompromisslosen f/2.8 ist das ein fairer Deal – vor allem, wenn man nicht zwingend das allerneuste AF-System braucht. Wer stattdessen zum brandneuen Sony 70-200mm f/2.8 GM II greift, zahlt rund 1.000 Euro mehr, was für viele Fotografen schwer zu rechtfertigen ist. Eine echte Alternative ist das Tamron 70-180mm f/2.8 Di III VXD: Noch leichter und oft günstiger, verzichtet dafür aber auf den Bildstabilisator. Wer knapp bei Kasse ist und trotzdem ein lichtstarkes Telezoom sucht, macht mit diesem GM nichts falsch – sofern man ein Angebot am unteren Ende des Preisbandes erwischt.
Im Vergleich
Die direkteste Vergleichslinie zieht sich zwischen dem Sony 70-200 GM und dem neueren Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II. Der Nachfolger ist rund 30 % leichter, zoomt intern, fokussiert spürbar schneller und ist optisch noch eine Spur konsistenter über den gesamten Brennweitenbereich. In der Praxis bedeutet das: Wer häufig Sport oder schnelle Wildlife-Action fotografiert, wird den Aufpreis von etwa 1.000 Euro nicht bereuen. Für alle anderen bleibt das erste GM eine absolut brauchbare und günstigere Option.
Auf dem E-Mount-Markt gibt es noch weitere Alternativen. Das Tamron 70-180mm f/2.8 Di III VXD ist kompakter und 200 Gramm leichter, hat aber keine OIS und ein minimal kürzeres langes Ende – ideal für Reisen und Porträts, weniger für Video ohne Gimbal. Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports wiederum ist ein neuer Herausforderer, der optisch und vom Autofokus her nah an das GM II herankommt und preislich dazwischen liegt. Und dann ist da noch das Sony FE 70-200mm f/4 G OSS II, das aufgrund seiner Makro-Fähigkeiten und des deutlich geringeren Gewichts viele Hobby-Fotografen glücklicher macht als die f/2.8-Version – wenn man mit einer Blendenstufe weniger Licht leben kann.
| Spec | Sony FE SEL70200G2 | Sigma Contemporary 16-300mm F3.5-6.7 DC OS | Canon L RF 15-35mm F2.8 L IS USM | Panasonic LUMIX S S-R28200 | Nikon NIKKOR Z 28-400mm f/4-8 VR | Tamron Di III 28-75mm f/2.8 Di III VXD G2 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Focal Length | 70-200mm | 16-300mm | 15-35mm | 28-200mm | 28-400mm | 28-75mm |
| Max Aperture | 22 | f/1.4 | f/2.8 | f/4 | f/4 | f/2.8 |
| Mount | Sony E | Sony E | Canon RF | L-Mount | Nikon Z | Sony E |
| Stabilization | true | true | true | true | true | false |
| Weather Sealed | true | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 794 | 1089 | 840 | 413 | 726 | 550 |
| AF Type | XD linear motors | HLA | Nano USM | Autofocus | STM | VXD |
| Lens Type | macro | zoom | zoom | macro | zoom | zoom |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Product | Af | Bokeh | Build | Macro | Optical | Aperture | Versatility | Social Proof | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sony FE SEL70200G2 | 98.1 | 23.4 | 47 | 72.1 | 88.8 | 20.5 | 79.7 | 89.6 | 79.6 |
| Sigma Contemporary 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Compare | 53.3 | 94.3 | 33.8 | 84.5 | 98.9 | 94.4 | 99.7 | 89.6 | 99.1 |
| Canon L RF 15-35mm F2.8 L IS USM Compare | 94 | 79.9 | 43.8 | 70.1 | 90.3 | 77.3 | 76.6 | 89.6 | 96.5 |
| Panasonic LUMIX S S-R28200 Compare | 53.3 | 69.8 | 73.8 | 87.5 | 91.4 | 63 | 95.9 | 89.6 | 99.5 |
| Nikon NIKKOR Z 28-400mm f/4-8 VR Compare | 85.8 | 69.8 | 52 | 80.2 | 96.9 | 63 | 98.9 | 74.9 | 98.3 |
| Tamron Di III 28-75mm f/2.8 Di III VXD G2 Compare | 53.3 | 79.9 | 63.6 | 83.4 | 91.4 | 77.3 | 78.8 | 89.6 | 34.2 |
Häufige Fragen
Q: Ist das Sony 70-200mm f/2.8 GM gut für Sport geeignet?
Für Sport mit viel Bewegung ist es dank des präzisen AF ausreichend, aber das schnellere 70-200mm f/2.8 GM II mit seinen XD-Linearmotoren bietet deutliche Vorteile bei schnellen Richtungswechseln.
Q: Wie schneidet das Sony 70-200 GM im Vergleich zum Tamron 70-180mm f/2.8 ab?
Das Tamron ist leichter und oft günstiger, hat aber keinen optischen Bildstabilisator und erreicht nur 180 mm – dafür ist es kompakter auf Reisen. Das Sony punktet mit OIS und dem vollen 200mm-Brennweitenende.
Q: Kann man das 70-200mm f/2.8 GM mit einem Sony Telekonverter nutzen?
Ja, sowohl der 1.4x- als auch der 2.0x-Telekonverter von Sony sind kompatibel und liefern solide Resultate, wobei die Bildqualität mit dem 2x-Konverter etwas leidet.
Q: Ist das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM wetterfest?
Ja, das Objektiv ist mit Dichtungen gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt und hält auch mal einem Regenschauer stand – ideal für Outdoor-Shootings.
Für wen es nicht geeignet ist
Wer einen leichten, reisefreundlichen Telezoom mit interner Zoom-Mechanik sucht, sollte die Finger von diesem GM lassen und zum Sony 70-200mm f/2.8 GM II oder dem kompakteren Sony FE 70-200mm f/4 G OSS II greifen. Auch alle, die auf Video mit minimalem Focus Breathing angewiesen sind, bekommen mit der zweiten Generation einen deutlich ruhigeren Betrieb. Und wer einfach ein möglichst geringes Gewicht priorisiert, findet im Tamron 70-180mm f/2.8 oder dem 70-200mm f/4 von Sony bessere Begleiter.
Fazit
Das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS ist auch Jahre nach seinem Erscheinen ein erstklassiges Telezoom – Punkt. Für Hochzeitsfotografen, Porträt-Spezialisten und Fotografen, die oft bei wenig Licht arbeiten, ist die konstante f/2.8 und die wunderbare Bildanmutung nach wie vor ein Kaufgrund. Der entscheidende Haken: In einer Welt, in der das Nachfolgemodell und starke Drittkonkurrenten existieren, ist es nur noch dann die erste Wahl, wenn man es zu einem echten Kampfpreis bekommt.
Wem es nicht auf jede Millisekunde Autofokus-Geschwindigkeit ankommt und wer den ausfahrenden Tubus verkraften kann, der spart mit diesem Objektiv mehrere Hundert Euro und bekommt eine Bildqualität, die manche aktuelle Objektive blass aussehen lässt. Wer jedoch das absolut neuste Stabi- und AF-System oder eine moderne Bauweise mit internem Zoom will, sollte direkt zum GM II oder Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS greifen. Mit einem fairen Gebrauchtkauf macht man hier wenig falsch.