ASUS ROG Strix G700 Extreme black 2024 Review
Mit 128 GB RAM, 11 TB Speicher und einem Intel Core Ultra 9 ist der ASUS ROG Strix G700 eine Virtualisierungsmaschine. Doch die schwache Grafikkarte macht ihn für Gamer kaum interessant.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Der ASUS ROG Strix G700 kombiniert einen extrem leistungsstarken Intel Core Ultra 9 mit 128 GB RAM und 11 TB Speicher, aber die RTX 4060 Ti hinkt hinterher. Perfekt als Virtualisierungs-Maschine oder Datacenter im eigenen Zuhause, für Gaming aber überteuert und unausgewogen. Preislich liegt er zwischen 3.099 und 4.507 Dollar – unseren besten Deal gibt's bei Amazon. Wer keine VMs betreibt, sollte sich lieber die Konkurrenz von HP oder Corsair anschauen.
Überblick
Das ASUS ROG Strix G700 Extreme ist eine seltsame Mischung: Im Kern steckt ein absoluter Top-Prozessor, der Intel Core Ultra 9 285K, zusammen mit unfassbaren 128 GB DDR5-RAM und satten 11 TB Speicher. Klingt nach einem Traum für Gamer? Nicht ganz. ASUS verbaut hier nämlich nur eine NVIDIA GeForce RTX 4060 Ti mit 8 GB VRAM – eine Mittelklasse-Karte, die schon bei aktuellen Titeln ins Schwitzen kommt. Die Aufmachung im ROG-Design mit RGB-Bling und Mesh-Front will eindeutig Gamer ansprechen, aber unter der Haube steckt eine waschechte Workstation. Mit fast 15 Kilo und einem Mid-Tower-Format ist der Rechner alles andere als kompakt und macht sich eher unter einem Schreibtisch breit.
Wer braucht so etwas? Unsere Datenbank zeigt, dass die Kiste vor allem für Home-Office (93,5 von 100 Punkten) und Entwickler (90,1 von 100) glänzt. Das liegt an der absurden Speichermenge und dem Arbeitsspeicher, der auch für anspruchsvolle Virtualisierungsumgebungen ausreicht. Praktisch alle Kundenrezensionen, die wir gesehen haben, beschreiben das Gerät als "Datacenter in a Box" und betreiben damit Dutzende virtuelle Maschinen. Die CPU packt das locker, und die 128 GB RAM sind auf dem Markt derzeit nur schwer zu toppen.
Trotzdem bleiben Fragezeichen. Warum packt ASUS keine stärkere GPU rein? Der Kunde muss dann selbst zum Beispiel eine SSD nachrüsten, um die lahme 10-TB-HDD zu ersetzen. Und der Preis variiert wild zwischen 3.099 und 4.507 Dollar – da muss man genau hinschauen, welcher Händler das beste Angebot macht. Trotz der Schwächen ist das Gesamtpaket für einen sehr spezifischen Nutzerkreis fast unschlagbar.
Leistung
Bei synthetischen Benchmarks räumt der Core Ultra 9 285K ordentlich ab. Mit seinen 24 Kernen und einem Turbo-Boost auf bis zu 6,0 GHz gehört er aktuell zur absoluten Spitze (96. Perzentil in unserer Produktkategorie). Programme, die viele Kerne nutzen – seien es Renderings oder Datenbankabfragen – profitieren extrem. Kombiniert mit 128 GB DDR5-Speicher ergeben sich Transferraten, die selbst große Projekte im Handumdrehen laden. Wir haben nicht viele Systeme im Test, die diese RAM-Kapazität bieten; nur etwa das beste Prozent der von uns erfassten Desktop-PCs hat mehr als 64 GB RAM.
Doch die Festplatten-Kombo bremst die ansonsten grandiose Performance aus. Die 1-TB-SSD ist zwar flott, aber sobald das System auf die 10-TB-Platten-HDD zurückgreift, wird es zäh. Mehrere Nutzer berichten von spürbaren Verzögerungen beim ersten Lesezugriff auf das große Laufwerk, was besonders bei häufigem Zugriff auf große Dateien oder virtuelle Maschinen stört. Die Grafikkarte liegt im mittleren Leistungssegment (64. Perzentil), reicht für 1080p-Gaming aus, ist aber kein Partner für flüssiges 4K. Kurzum: Ein Rechner mit zwei Gesichtern – extrem schnell im Rechenkern, aber mit einer trägen Massenspeicher-Seite und einer nur soliden GPU.
Vor- und Nachteile
Pros
- Enorme 11 TB Gesamtspeicher – ideal für Medienarchive und virtuelle Maschinen 100th
- 128 GB DDR5-RAM, damit gehört es zu den am besten ausgestatteten Rechnern überhaupt 99th
- Intel Core Ultra 9 285K mit bis zu 6,0 GHz – eine der schnellsten Desktop-CPUs auf dem Markt 96th
- Riesige Anschlussvielfalt mit 8x USB-A, 2x USB-C, DisplayPort, HDMI, Wi-Fi 6E 96th
- Windows 11 Pro vorinstalliert und perfekt für Virtualisierungs- und Entwickler-Workloads
Cons
- NVIDIA RTX 4060 Ti mit nur 8 GB VRAM – für den Preis eine verpasste Chance, da viele Konkurrenten stärkere GPUs bieten
- Die 10-TB-HDD verlängert Ladezeiten und ist ein Flaschenhals im Datenfluss
- Hohes Gewicht (fast 15 kg) und wuchtiges Mid-Tower-Gehäuse, kaum Platz sparend
- Unsere Zuverlässigkeitsanalyse zeigt nur ein durchschnittliches Ergebnis (40. Perzentil), was bei einem so teuren Gerät enttäuscht
- Preis schwankt extrem zwischen Händlern, bis zu 1.408 US-Dollar Differenz – unkalkulierbar für Schnäppchenjäger
Was Nutzer sagen
Technische Daten
Alle technischen Daten
Processor
| CPU | 6 GHz intel_core_i9 |
| Cores | 24 |
| Frequency | 6.0 GHz |
| L3 Cache | 30 MB |
Graphics
| GPU | NVIDIA GeForce RTX 4060 Ti |
| Type | discrete |
| VRAM | 8 GB |
| VRAM Type | GDDR6 |
Memory & Storage
| RAM | 128 GB |
| RAM Generation | DDR5 |
| Storage 1 | 1 TB |
| Storage 1 Type | SSD |
| Storage 2 | 10 TB |
| Storage 2 Type | HDD |
Build
| Form Factor | mid-tower |
| Weight | 15.0 kg / 33.0 lbs |
Connectivity
| USB-C Ports | 2 |
| USB Ports | 8 |
| HDMI | 1x HDMI |
| DisplayPort | 3x Displayport 1.4 |
| Wi-Fi | Wi-Fi 6E |
| Bluetooth | Bluetooth 5.3 |
| Ethernet | Gigabit Ethernet |
System
| OS | Windows 11 Pro |
Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Preis des ASUS ROG Strix G700 ist eine Achterbahnfahrt. Amazon selbst listet ihn zu einem Preis, aber unsere Recherche ergab eine Spanne von 3.099 US-Dollar (Best Deal) bis zu 4.507 US-Dollar bei anderen Händlern. Das ist eine Differenz von über 1.400 Dollar – wer nicht vergleicht, zahlt drauf. Für 3.099 Dollar bekommt man allerdings eine ungewöhnlich potente Workstation: 128 GB RAM allein kosten im Selbstbau gut 400 bis 500 Dollar, dazu kommt eine CPU der Spitzenklasse und eine gigantische Speichermenge. Betrachtet man den Preis ausschließlich unter dem Aspekt der Virtualisierungs- oder Server-Eignung, ist das Angebot konkurrenzfähig.
Allerdings muss man die Kosten für die GPU gegenrechnen. Sie zieht den Wert für Gamer oder kreative Profis, die auf Grafikleistung angewiesen sind, spürbar runter. Wenn man für dasselbe Budget einen HP OMEN 45L mit besserer GPU oder einen selbst zusammengestellten PC bekommt, der in Spielen doppelt so viele FPS liefert, ist das G700 keine gute Wahl. Für den Datencenter-Einsatz zuhause bleibt es dagegen eine fast einzigartige Fertiglösung.
Im Vergleich
Stellen wir den ASUS G700 den üblichen Verdächtigen gegenüber. Der HP OMEN 45L GT22-3080 punktet mit einer stärkeren GPU (oft RTX 3080 oder besser) und einem schlankeren Design – ideal für Gamer, die Wert auf FPS legen. Aber beim Arbeitsspeicher ist meistens bei 32 GB Schluss. Das MSI EdgeXpert-11SUS kontert mit einer ähnlichen CPU, bietet aber oft weniger RAM und SSD-Speicher, dafür häufig eine etwas bessere GPU. Wer auf Kompaktheit steht, wird beim Corsair ONE i600 fündig: der setzt auf ein kleines, elegantes Gehäuse und liefert dennoch High-End-Grafik, kostet aber ebenfalls ordentlich.
Der ASUS G700 spielt in einer eigenen Liga, wenn es um RAM und Storage geht. Kein anderer Fertig-PC aus unserer Datenbank bietet 128 GB und 11 TB ab Werk. Für Entwickler, die mehrere Kubernetes-Cluster lokal simulieren, oder für Datenwissenschaftler, die riesige Datasets lokal vorhalten müssen, führt kaum ein Weg an diesem Rechner vorbei. Tauscht man die lahme HDD gegen eine große SSD und nimmt die schwache GPU in Kauf, hat man einen echten Alleskönner – aber für die Mehrheit der Käufer sind die Alternativen spannender und ausgewogener.
| Spec | ASUS ROG Strix G700 Extreme | HP OMEN 45L GT22-3080 | Lenovo Legion Tower 5i Legion Tower 5i Gen 10 | MSI EdgeXpert EdgeXpert-11SUS | Dell XPS EBT2250 | Corsair ONE i600 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CPU | 6 GHz intel_core_i9 | Intel Core Ultra 7 265K | Intel Core Ultra 7 265F | ARM | Intel Core Ultra 7 265 | Intel Core Ultra 9 285K |
| RAM (GB) | 128 | 32 | 32 | 128 | 32 | 64 |
| Storage (GB) | 11264 | 2048 | 2048 | 4096 | 2048 | 2048 |
| GPU | NVIDIA GeForce RTX 4060 Ti | NVIDIA GeForce RTX 5080 | NVIDIA GeForce RTX 5070 | NVIDIA Blackwell GPU | NVIDIA GeForce RTX 5060 | NVIDIA GeForce RTX 5080 |
| Form Factor | mid-tower | mid-tower | mid-tower | mini | mid-tower | sff |
| Psu W | - | 850 | 850 | 240 | 460 | 1000 |
| OS | Windows 11 Pro | Windows 11 Pro | Windows 11 Home | Windows 11 Pro | Windows 11 Pro | Windows 11 Home |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Product | Cpu | Gpu | Ram | Port | Storage | Reliability | Social Proof |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ASUS ROG Strix G700 Extreme | 95.9 | 64 | 98.9 | 95.7 | 99.6 | 39.8 | 72.2 |
| HP OMEN 45L GT22-3080 Compare | 95.9 | 88.3 | 78 | 93.8 | 91.1 | 71.6 | 84.8 |
| Lenovo Legion Tower 5i Legion Tower 5i Gen 10 Compare | 86.5 | 81.3 | 82.1 | 90 | 91.1 | 71.6 | 95.4 |
| MSI EdgeXpert EdgeXpert-11SUS Compare | 99.6 | 95.4 | 98.9 | 88.1 | 97.3 | 39.8 | 83.6 |
| Dell XPS EBT2250 Compare | 88.8 | 69.4 | 78 | 79.6 | 83.8 | 71.6 | 99.7 |
| Corsair ONE i600 Compare | 97.8 | 88.3 | 98 | 97.4 | 91.1 | 34.3 | 0 |
Häufige Fragen
Q: Für wen eignet sich der ASUS ROG Strix G700 am besten?
Der PC ist ein Kraftpaket für Entwickler und IT-Profis, die große Virtualisierungsumgebungen betreiben. Mit 128 GB RAM und 24 CPU-Kernen können Sie problemlos mehrere virtuelle Maschinen, Container-Cluster oder Datenbanken parallel ausführen. Auch für Nutzer, die riesige Datenmengen lokal speichern müssen, ist die 11-TB-Kombination fast unschlagbar. Gamer oder reine Office-Anwender profitieren kaum von dieser Ausstattung und sollten sich besser nach Alternativen umsehen.
Q: Kann ich damit aktuelle Spiele in 4K spielen?
Nur bedingt. Die verbaute NVIDIA RTX 4060 Ti mit 8 GB GDDR6 liegt leistungstechnisch im Mittelmaß und erreicht in unseren Benchmarks nur das 64. Perzentil. Für 1080p mit hohen Details reicht es locker, aber bei 4K müssen Sie die Grafikregler deutlich herunterdrehen. Für ein flüssiges 4K-Erlebnis empfehlen wir Systeme mit mindestens einer RTX 4070 Ti oder besser. Der ASUS G700 ist daher primär eine Workstation, kein Gaming-Monster.
Q: Warum ist der PC so schwer und unhandlich?
Mit fast 15 Kilo und einem ausladenden Mid-Tower-Gehäuse ist der G700 kein Leichtgewicht. Das liegt vor allem am Platz für bis zu zwei große Laufwerke und die aufwändige Kühlung, die die CPU bei Volllast bändigen muss. Ein kompakter Formfaktor wäre bei dieser Hardware auch kaum möglich; der Rechner ist für den stationären Einsatz unter dem Tisch gedacht. Wer etwas Kleineres sucht, sollte sich den Corsair ONE i600 ansehen.
Q: Wie laut wird das System unter Last?
Bei intensiver Nutzung, etwa wenn alle Kerne unter Turbo-Takt laufen, drehen die Lüfter hörbar auf. In den Kundenrezensionen wird das nicht explizit bemängelt, aber typische ROG-Systeme sind eher auf Kühlleistung als auf Flüsterbetrieb getrimmt. Mit einem guten Headset stört das kaum, in einer leisen Bibliothek wäre das jedoch fehl am Platz. Die Lautstärke ist im Vergleich zu High-End-Workstations noch akzeptabel.
Für wen es nicht geeignet ist
Wenn in erster Linie Spiele auf dem Plan stehen, ist der ASUS ROG Strix G700 eine schlechte Investition. Für 3.000 Dollar aufwärts erwarten wir mindestens eine RTX 4070 oder sogar 4080. Die 4060 Ti kann man zwar übertakten, aber die 8 GB VRAM werden in neuen Triple-A-Titeln schnell zum Limit. Greifen Sie stattdessen zum HP OMEN 45L oder dem Lenovo Legion Tower 5i, die fürs gleiche Geld eine stärkere Grafik bieten. Auch wer einfach nur einen schnellen Alltags-PC sucht, verschwendet hier sein Budget – 128 GB RAM sind für Browser und Office reine Verschwendung. Und kompakte Bauweise? Fehlanzeige, der Tower braucht viel Stellfläche. Wer wenig Platz hat und trotzdem Leistung will, bekommt mit dem Corsair ONE i600 eine elegante und starke Alternative.
Fazit
Für einen ganz bestimmten Anwender ist der ASUS ROG Strix G700 ein Traum: Entwickler, die Container-Orchester betreiben möchten, IT-ler, die ein komplettes Testlabor zuhause aufbauen, oder Content-Creator, die mit riesigen Video- und Fotobibliotheken arbeiten. Die CPU ist ein Biest, der Speicher fast unerschöpflich und die Konnektivität lässt keine Wünsche offen. Wer diesen Rechner als das sieht, was er eigentlich ist – eine getarnte Workstation –, wird glücklich.
Gamer dagegen sollten die Finger davon lassen. Die RTX 4060 Ti ist schlicht zu schwachbrüstig für ein 3.000-Dollar-System; hier hätte mindestens eine RTX 4070 oder 4080 reingehört. Wer nicht unbedingt auf 128 GB RAM angewiesen ist und stattdessen einen flotten Spiele-Rechner sucht, bekommt bei der Konkurrenz stimmigere Pakete. Unser Tipp: Entscheide dich mit Verstand, ob du wirklich jeden Tag virtuelle Maschinen betreibst – dann greif zu. Für alles andere gibt es bessere und günstigere Rechner.