OM System OM-1 OM-1 Review
Mit 120 fps und einem Autofokus, der selbst flinke Tiere nicht aus den Augen verliert, beweist die OM-1, dass Micro Four Thirds quicklebendig ist. Das fehlende Ladegerät und die Menü-Lernkurve sind jedoch kleine Stolpersteine.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die OM-1 ist ein kompakter Feuerstuhl mit Wahnsinnstempo und Wetterfestigkeit. Für Wildlife und Action die ultimative Waffe – solange ihr keinen Vollformat-Sensor braucht.
Überblick
Ihr wollt eine Kamera, die euch beim Fotografieren nicht im Weg steht? Die OM System OM-1 macht genau das. Sie ist schnell, robust und steckt voller cleverer Rechentricks – und sie wiegt weniger als eine Flasche Wasser. Kurz gesagt: Wer Tiere, Vögel oder rasante Action einfangen will, bekommt hier ein Werkzeug, das sich mehr wie ein treuer Jagdgefährte anfühlt und weniger wie ein technisches Ungetüm. Das Herzstück ist ein 20-Megapixel-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format – vielleicht nicht das Nonplusultra bei Auflösung, aber dank Stacked-Architektur ballert die OM-1 mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde los und der Autofokus klebt mit 1053 Phasendetektionspunkten zuverlässig an den Augen. Zusammen mit der wetterfesten, kompakten Bauweise ergibt das eine Kamera, die man ohne Angst in den Regen mitnimmt.
Leistung
Was uns überrascht hat: Wie brutal schnell diese kleine Kamera wirklich ist. 120 fps mit elektronischem Verschluss fühlen sich fast schon nach Zeitraffer an – und der Autofokus hält dabei bombenfest das Motiv. Auch die 60 fps mit mechanischem Verschluss sind praxistauglich und produzieren kaum Rolling-Shutter-Verzerrungen. Die Kehrseite: Der Sensor liefert bei hohen ISOs zwar solide Bilder, aber im Vergleich zu modernen Vollformat-Kameras fehlt ein knappes Blende Lichtstärke. Dafür schlägt sich die Stabilisierung mit 5 Stufen wacker und der OLED-Sucher ist mit 5,8 Millionen Bildpunkten eine scharfe Augenweide.
Vor- und Nachteile
Pros
- Blitzschnelle Serien: 120 fps (elektronisch), 60 fps mechanisch – absolute Spitze 100th
- Staub- und Spritzwasserschutz trifft auf federleichtes 511-g-Gehäuse 97th
- Computertricks (Live ND, HDR, Fokus-Stacking) machen aus der OM-1 eine kreative Waffe 95th
- Bombensicherer Phasen-Autofokus mit 1053 Punkten, sogar für Tieraugen 94th
Cons
- Kein Ladegerät im Lieferumfang, nur USB – ärgerlich
- Akkus vom E-M1 III sind nicht kompatibel, alter Batteriebestand wird wertlos
- Menü-Logik braucht eine intensive Lernkurve
- Micro-Four-Thirds-Sensor zeigt bei extremer Lichtarbeit Grenzen
Was Nutzer sagen
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | BSI MOS |
| Size | micro-four-thirds |
| Megapixels | 20.4 |
| ISO Range | 200 |
Autofocus
| AF Points | 1053 |
| AF Type | Photo, VideoPhase Detection: 1053 |
| Eye AF | Yes |
Shooting
| Burst (Mechanical) | 120 |
| Burst (Electronic) | 120 |
| Max Shutter | 1/32000 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 4K |
| 4K FPS | 60 |
| 1080p FPS | 240 |
| 10-bit | Yes |
| Log Profile | Yes |
| RAW Video | Yes |
| Codec | H.264, H.265 |
Display & EVF
| Screen Size | 3 |
| Touchscreen | Yes |
| Articulating | Yes |
| EVF Resolution | 5760000 |
Build
| Weather Sealed | Yes |
| Weight | 0.5 kg / 1.1 lbs |
| Battery Life | 520 |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| USB | USB-C |
| HDMI | Micro HDMI |
| Hot Shoe | Yes |
Preis-Leistungs-Verhältnis
Die OM-1 deckt eine Spanne von rund 1.280 bis 1.793 US-Dollar ab, je nach Händler. Für eine Kamera mit diesem Tempo und der Outdoor-Robustheit ist das ein fairer Deal. Wer den Bestpreis ergattert, bekommt wahnsinnig viel Action-Performance fürs Geld. Wer jedoch vor allem im Studio fotografiert oder auf maximale Bildauflösung aus ist, sollte sein Geld anders anlegen – hier zahlt ihr für Features, die ihr nie nutzt.
Im Vergleich
Die nächstliegenden Konkurrenten sind die Panasonic Lumix GH7 und die Canon EOS R6 Mark III. Die GH7 ist ein Videomonster mit Lüfter und mehr Profi-Features, aber sie ist schwerer und schießt langsamer. Die OM-1 ist die bessere reine Fotokamera für draußen. Die R6 Mark III bietet einen größeren Sensor und glänzt bei wenig Licht, ist aber teurer und vor allem mit Teleobjektiven massiver. Wenn ihr ein kompaktes Wildlife-Setup sucht, ist die OM-1 unschlagbar; braucht ihr den letzten Schliff bei Auflösung und Low-Light, schaut zur Canon oder Sony a7 V.
| Spec | OM System OM-1 OM-1 | Fujifilm X-H2 X-H2 | Canon EOS R6 Mark III R6 Mark III | Sony a7 a7 V | Panasonic LUMIX GH7 GH7 | Nikon Z Z8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 20.4MP micro-four-thirds | 40.2MP aps-c | 32.5MP full-frame | 33MP full-frame | 25.2MP micro-four-thirds | 45.7MP full-frame |
| AF Points | 1053 | 425 | 1053 | 759 | 315 | 493 |
| Burst FPS | 120 | 20 | 40 | 30 | 75 | 30 |
| Video | 4K @60fps | 8K @60fps | 6K @120fps | 4K @120fps | 5K @120fps | 8K @120fps |
| IBIS | true | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | true | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 511 | 579 | 609 | 610 | 721 | 820 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Product | Af | Evf | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | User Sentiment | Connectivity | Social Proof | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| OM System OM-1 OM-1 | 94.5 | 97.1 | 81.8 | 99.8 | 84.1 | 42.3 | 94.2 | 84.3 | 93.4 | 83 | 75.8 | 84.7 |
| Fujifilm X-H2 X-H2 Compare | 88.1 | 95.4 | 89.5 | 85.4 | 99.9 | 97.1 | 96.9 | 84.3 | 83.8 | 93 | 94.6 | 93.5 |
| Canon EOS R6 Mark III R6 Mark III Compare | 98.4 | 87.8 | 94.8 | 93 | 89.3 | 58.9 | 96.5 | 99.4 | 93.4 | 93 | 94.6 | 99.6 |
| Sony a7 a7 V Compare | 95.7 | 88.6 | 94.9 | 90.9 | 89.3 | 60.2 | 96.6 | 99.7 | 93.4 | 93 | 94.6 | 96.1 |
| Panasonic LUMIX GH7 GH7 Compare | 84.6 | 87.8 | 97.2 | 95.2 | 97.4 | 56.3 | 89.2 | 84.3 | 93.4 | 93 | 94.6 | 96.1 |
| Nikon Z Z8 Compare | 90.5 | 89.4 | 98 | 96.1 | 99.5 | 65.2 | 88.9 | 84.3 | 63.5 | 93 | 94.6 | 84.7 |
Häufige Fragen
Q: Kann ich meine alten BLH-1-Akkus vom E-M1 III weiterverwenden?
Nein, die OM-1 braucht zwingend den neuen BLX-1-Akku; der alte Typ passt mechanisch nicht. Falls ihr einen Vorrat habt, wird der leider wertlos.
Q: Wird ein Ladegerät mitgeliefert?
Im Karton steckt nur ein USB-Kabel und ein Netzteil zum Laden in der Kamera. Wer extern laden will, muss den BCX-1-Lader extra kaufen – das ist eine schmerzhafte Sparmaßnahme.
Q: Wie steil ist die Lernkurve beim Menü?
Das überarbeitete Menü ist deutlich besser als früher, aber die Vielfalt der Einstellungen braucht ein paar Wochenenden und einen starken Kaffee. Wer keine Lust auf Basteln hat, wird anfangs fluchen.
Für wen es nicht geeignet ist
Wer vor allem Produktfotos im Studio macht oder auf maximale Bildauflösung und flache Schärfentiefe angewiesen ist, sollte die Finger von der OM-1 lassen. Der Micro-Four-Thirds-Sensor stößt hier an seine Grenzen und auch der Dynamikumfang kann mit einer Sony a7 V nicht mithalten. Greift lieber zu einem Vollformat-Modell mit höherer Auflösung.
Fazit
Mit der OM-1 habt ihr eine der schnellsten, wetterfestesten und leichtesten Spiegellosen auf dem Markt. Der Autofokus sitzt, die Serienbildrate ist eine Wucht und die computergestützten Modi machen einfach Spaß. Die Nachteile – kein externes Ladegerät, Akku-Inkompatibilität und lernbedürftiges Menü – sind ärgerlich, aber kein Dealbreaker. Für Abenteurer, Tierfotografen und alle, die keine Lust auf schweres Vollformat-Gepäck haben, gibt es aktuell keine bessere Wahl.