OM System OM-5 OM-5 Mark II silver 2024 Review
Die OM System OM-5 Mark II liefert eine beeindruckende Stabilisierung und ein wetterfestes, federleichtes Gehäuse – ideal für Reise- und Outdoor-Fotografen. Wir haben die Kamera im Alltag getestet.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
Die OM System OM-5 Mark II vereint einen brillanten Bildstabilisator, ein wetterfestes Winzgehäuse und einen top OLED-Sucher. Der MFT-Sensor kann in dunklen Situationen an Grenzen stoßen, liefert bei Tageslicht aber stimmige Fotos. Für knapp 1.049 Dollar (Body) ist sie ein echtes Schnäppchen gegenüber vollformatigen Reisekameras. Wer kompakt und robust reisen will, greift zu.
Überblick
Die OM System OM-5 Mark II ist eine dieser Kameras, die man sofort in die Hand nehmen und mitnehmen will. Sie wiegt nur 370 Gramm, ist wetterfest nach IP53 und steckt in einem kompakten Gehäuse, das locker in jede Jackentasche passt. Wer von einer klobigen DSLR kommt, spürt den Unterschied sofort. Unsere Datenbank zeigt, dass sie in den Kategorien Reise (89,4/100) und Einsteiger (86,8/100) richtig stark abschneidet. Wenn du eine Kamera für Wanderungen, Städtetrips oder einfach den Alltag suchst, ist sie eine ernsthafte Ansage.
Im Kern arbeitet ein 20,4-Megapixel-Micro-Four-Thirds-Sensor, der vielleicht nicht die Auflösungsrekorde bricht, aber in Kombination mit dem TruePic IX Prozessor durchaus überzeugende Bilder liefert. Der eingebaute Bildstabilisator (IBIS) ist mit 7,5 Blendenstufen eines der besten Systeme, die wir je gesehen haben, und der OLED-Sucher mit 2,4 Millionen Bildpunkten gehört ebenfalls zur Spitzenklasse. Dazu gibt es 121 Autofokuspunkte mit Augen- und Tiererkennung, 30 Bilder pro Sekunde mechanisch und 4K-Video mit 10 Bit und Log. Die OM-5 Mark II ist ein echtes Arbeitstier im Miniaturformat.
Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail. Der Sensor ist kleiner als bei vielen Konkurrenten, und das merkt man bei wenig Licht oder wenn man viel aus einem Bild herausholen will. Produktfotografie (nur 64,6/100 in unserem Ranking) ist definitiv nicht ihre Stärke. Trotzdem: Für die Zielgruppe, die eine robuste, immer-dabeikamera will, ist die OM-5 Mark II eine der spannendsten Optionen im Moment, vor allem weil das Nutzerfeedback trotz kleiner Stichprobe sehr positiv ausfällt.
Leistung
Die Messwerte der OM-5 Mark II erzählen eine klare Geschichte: Stabi und Sucher sind absolute Spitze. Der 5-Achsen-IBIS bringt dir bis zu 7,5 Stufen längere Belichtungszeiten, was in der Praxis bedeutet, dass du auch in der Dämmerung oder ohne Stativ scharfe Aufnahmen aus der Hand bekommst. Das ist ein Niveau, das viele Vollformatkameras nicht erreichen. Der mechanische Serienbildmodus mit 30 Bildern pro Sekunde ist schnell genug, um auch hektische Szenen einzufangen, und liegt in unserer Datenbank im oberen Viertel (85. Perzentil). Der Sucher mit 2,4 Mio. Punkten und 0,68-facher Vergrößerung löst fein auf und fühlt sich klar an – selbst bei hellem Sonnenlicht.
Der Autofokus mit 121 Phasen-Kreuzsensoren hängt sich solide im Mittelfeld auf (78. Perzentil). Er erkennt zuverlässig Augen und auch Tiere, ist aber nicht so hartnäckig wie die Deep-Learning-Systeme von Sony oder Canon bei rasanten Bewegungen. Die Videoabteilung liefert 4K mit 30p und sogar 10 Bit 4:2:2 sowie Log, was für die Preisklasse stark ist. Die reine Nutzwertung der Besitzer liegt bei guten 88 von 100 Punkten, auch wenn die Datengrundlage mit nur wenigen Bewertungen etwas dünn ist. Der Sensor rangiert leider nur im 41. Perzentil – das ist schlicht der MFT-Kompromiss. In der Praxis heißt das: Bei Tageslicht und mit guten Objektiven sind die Ergebnisse richtig scharf und farbtreu in typisch warmer Olympus-Manier, bei ISO 3200 darf man aber kein Wunder erwarten.
Vor- und Nachteile
Pros
- 7,5 Stufen IBIS – einer der besten Stabilisatoren am Markt (96. Perzentil) 96th
- Nur 370 g und wetterfest – ideale Reisekamera 96th
- OLED-Sucher mit 2,4 Mio. Punkten, gehört zur absoluten Spitze 95th
- 30 fps mechanisch und brauchbarer Tier-Autofokus 90th
- 4K-Video mit 10 Bit und Log, dazu USB-C-Ladefunktion
Cons
- MFT-Sensor – bei schlechtem Licht spürbarer Qualitätsverlust (41. Perzentil)
- Produktfotografie nur 64,6/100 – nicht für Studiozwecke geeignet
- Akku mit 310 Aufnahmen nur Durchschnitt (87. Perzentil relativ, aber absolut knapp)
- Autofokus gut, aber nicht auf Sony- oder Canon-Niveau bei Action
- Auswahl an lichtstarken Objektiven nötig, Kit-Objektiv nur f/4-5.6
Was Nutzer sagen
Technische Daten
Alle technischen Daten
Sensor
| Type | CMOS |
| Size | micro-four-thirds |
| Megapixels | 20.4 |
| ISO Range | 200 |
| Processor | TruePic IX |
Autofocus
| AF Points | 121 |
| AF Type | Photo, VideoContrast Detection, Phase Detection: 121 |
| Eye AF | Yes |
| Animal AF | Yes |
| Subject Detection | Yes |
Shooting
| Burst (Mechanical) | 30 |
| Max Shutter | 1/32000 |
| Electronic Shutter | Yes |
Video
| Max Resolution | 4K |
| 4K FPS | 30 |
| 1080p FPS | 120 |
| 10-bit | Yes |
| Log Profile | Yes |
| RAW Video | Yes |
| Codec | H.264/MPEG-4 AVC |
Display & EVF
| Screen Size | 3 |
| Touchscreen | Yes |
| Articulating | Yes |
| EVF Resolution | 2360000 |
Build
| Weather Sealed | Yes |
| Weight | 0.4 kg / 0.8 lbs |
| Battery Life | 310 |
Connectivity
| Wi-Fi | Yes |
| Bluetooth | Yes |
| USB | USB-C |
| HDMI | Micro-HDMI |
| Hot Shoe | Yes |
Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Preisspanne ist verrückt: Von rund 1.049 Dollar für die silberne Body-only-Variante (bei Amazon) bis hin zu absurden 28.211 Dollar bei irgendwelchen Drittanbietern ist alles dabei. Wer gründlich sucht, bekommt die Kamera also zu einem sehr attraktiven Einstiegspreis. Unser Tipp: Ignoriere die Mondpreise und greif zu dem günstigsten seriösen Angebot. Das Kit mit dem 14-150mm f/4-5.6 II Objektiv liegt bei etwa 1.399 Dollar, was für den großen Brennweitenbereich in Ordnung geht.
Für das, was geboten wird – eine der besten Stabilisierungen, Wetterschutz und ordentliche Video-Features – ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bemerkenswert. Vergleichbare Kameras mit ähnlich robustem Gehäuse und IBIS kosten oft deutlich mehr. Klar, ein Vollformat bekommst du für 1.000 Dollar nicht. Aber wenn du das Gewicht und die Wetterfestigkeit wichtiger findest als ein paar Stufen mehr ISO, machst du hier kaum etwas falsch.
Price History
Im Vergleich
Die naheliegendste Konkurrentin ist die Panasonic LUMIX GH7, ebenfalls mit MFT-Sensor, aber stärker auf Video ausgelegt und merklich klobiger. Wer vor allem Filmen will, bekommt dort interne ProRes-Aufzeichnung und einen Lüfter, zahlt aber rund 2.200 Dollar. Die Fujifilm X-H2S mit APS-C-Sensor liefert schnellere Serienbilder und einen besseren Autofokus, ist jedoch schwerer und nicht ganz so wetterfest, dafür mit 26 Megapixeln und einem großartigen Farblook – Preis um 2.500 Dollar. Die Sony a7 V und die Canon EOS R6 Mark III spielen in einer anderen Liga: Vollformat, enormes Rauschverhalten und High-End-AF, aber deutlich teurer (ab ca. 2.800 Dollar) und mit größeren, schwereren Objektiven.
Das Alleinstellungsmerkmal der OM-5 Mark II ist das kompromisslose Packmaß bei gleichzeitig hervorragender Haptik und Stabi. Keine andere Kamera in dieser Größe bietet eine solche Versiegelung und gleichzeitig eine so gute Sensor-Shift-Stabilisierung. Der Nachteil: Wer später in lichtstarke MFT-Objektive investiert, kann den Größen- und Preisvorteil wieder einbüßen. Für Reise- und Outdoor-Fotografen, die bei Wind und Wetter unterwegs sind und nicht ständig Objektive schleppen wollen, gibt es derzeit kaum eine bessere Option.
| Spec | OM System OM-5 OM-5 Mark II | Fujifilm X-H2 X-H2 | Canon EOS R6 Mark III R6 Mark III | Sony a7 a7 V | Panasonic LUMIX GH7 GH7 | Nikon Z Z8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Type | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless | mirrorless |
| Sensor | 20.4MP micro-four-thirds | 40.2MP aps-c | 32.5MP full-frame | 33MP full-frame | 25.2MP micro-four-thirds | 45.7MP full-frame |
| AF Points | 121 | 425 | 1053 | 759 | 315 | 493 |
| Burst FPS | 30 | 20 | 40 | 30 | 75 | 30 |
| Video | 4K @30fps | 8K @60fps | 6K @120fps | 4K @120fps | 5K @120fps | 8K @120fps |
| IBIS | true | true | true | true | true | true |
| Weather Sealed | true | true | true | true | true | true |
| Weight (g) | 370 | 579 | 609 | 610 | 721 | 820 |
| Compare | Compare | Compare | Compare | Compare |
| Product | Af | Evf | Build | Burst | Video | Sensor | Battery | Display | User Sentiment | Connectivity | Social Proof | Stabilization |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| OM System OM-5 OM-5 Mark II | 78.8 | 95.7 | 90.3 | 85.4 | 76.9 | 42.3 | 87.6 | 84.3 | 63.5 | 84.8 | 94.6 | 96.1 |
| Fujifilm X-H2 X-H2 Compare | 88.1 | 95.4 | 89.5 | 85.4 | 99.9 | 97.1 | 96.9 | 84.3 | 83.8 | 93 | 94.6 | 93.5 |
| Canon EOS R6 Mark III R6 Mark III Compare | 98.4 | 87.8 | 94.8 | 93 | 89.3 | 58.9 | 96.5 | 99.4 | 93.4 | 93 | 94.6 | 99.6 |
| Sony a7 a7 V Compare | 95.7 | 88.6 | 94.9 | 90.9 | 89.3 | 60.2 | 96.6 | 99.7 | 93.4 | 93 | 94.6 | 96.1 |
| Panasonic LUMIX GH7 GH7 Compare | 84.6 | 87.8 | 97.2 | 95.2 | 97.4 | 56.3 | 89.2 | 84.3 | 93.4 | 93 | 94.6 | 96.1 |
| Nikon Z Z8 Compare | 90.5 | 89.4 | 98 | 96.1 | 99.5 | 65.2 | 88.9 | 84.3 | 63.5 | 93 | 94.6 | 84.7 |
Häufige Fragen
Q: Eignet sich die OM-5 Mark II für absolute Foto-Einsteiger?
Definitiv. Die Kamera bietet einen übersichtlichen Moduswahlknopf und ein neues Menü, das auch von der OM-1 bekannt ist und Einsteiger nicht überfordert. Die zahlreichen Automatiken inklusive Gesichtserkennung und Szenenmodi liefern fast immer brauchbare Ergebnisse. Wir würden wegen des Gewichts und der Stabi sogar sagen: Sie ist eine der besten Optionen für Neulinge, die viel unterwegs sind und nicht gleich in ein schweres System investieren wollen.
Q: Kann ich mit der OM-5 Mark II professionelle Videos drehen?
Für Social Media und anspruchsvolle private Projekte ja, für Broadcast oder aufwändige Werbefilme eher nicht. Du bekommst 4K mit 30p in 10 Bit 4:2:2, Log-Profile und sogar RAW über HDMI – das ist beeindruckend für die Größe. Allerdings fehlt eine interne 4K/60p-Option und der Rolling-Shutter-Effekt ist bei schnellen Schwenks sichtbar. Für den professionellen Video-Alltag ist eine Panasonic GH7 oder eine Sony a7 V besser ausgestattet.
Q: Wie schneidet der Micro-Four-Thirds-Sensor im Vergleich zu APS-C und Vollformat ab?
Der MFT-Sensor hat physikalisch bedingt einen kleineren Bildkreis, was zu stärkerem Bildrauschen bei hohen ISO-Werten und einer etwas geringeren dynamischen Reichweite führt. In unserem Ranking liegt er nur im 41. Perzentil, was den objektiven Leistungsabstand zu größeren Sensoren widerspiegelt. Dafür ermöglicht der kleinere Sensor aber extrem kompakte Objektive und einen riesigen Vorteil bei der Bildstabilisierung. Bei Tageslicht und mit sorgfältig ausgewählten Festbrennweiten sind die Unterschiede für die meisten Betrachter kaum sichtbar.
Q: Ist die Kamera wirklich so wetterfest, wie OM System verspricht?
Ja, das ist einer der Hauptgründe, warum Outdoor-Fotografen auf die OM-5 Reihe schwören. Unseren Daten zufolge gehört die Verarbeitungs- und Wetterschutzqualität ins 90. Perzentil – eine absolute Stärke. Die IP53-Zertifizierung bedeutet, dass sie Staub und Spritzwasser aus verschiedenen Winkeln standhält. Nutzer berichten von Einsätzen im Sandsturm und bei Starkregen ohne Probleme. Nur Unterwasseraufnahmen ohne Gehäuse solltest du natürlich vermeiden.
Für wen es nicht geeignet ist
Studiofotografen und Produktfotografen sollten einen Bogen um die OM-5 machen. Unser Score für Produktfotografie liegt bei mageren 64,6 von 100 – das liegt am kleineren Sensor und den teilweise fehlenden nativen Tethering-Optionen für Highend-Workflows. Wenn du regelmäßig mit Blitzanlagen und auf maximale Auflösung angewiesen bist, schau dir lieber die Nikon Z8 (45 MP) oder die Sony a7 V an, die dir mehr Spielraum und geringeres Rauschen bieten. Auch wer hauptsächlich Sport oder schnelle Action mit perfekter Trefferquote fotografiert, wird mit dem soliden, aber nicht klassenführenden Autofokus der OM-5 irgendwann frustriert sein. Für diesen Einsatzzweck empfehlen wir einen Blick auf die Fujifilm X-H2S, deren Stacked-Sensor und KI-AF merklich mehr Tempo und Präzision bereithalten.
Fazit
Wenn du eine Kamera suchst, die du überallhin mitnehmen kannst, ohne dir Gedanken um Regen, Staub oder Stöße zu machen, ist die OM-5 Mark II ein Volltreffer. Die Bildstabilisierung ist phänomenal und verzeiht selbst wacklige Hände in der blauen Stunde. Der Sucher ist auf dem Niveau von viel teureren Modellen, und das USB-C-Laden ist im Alltag super praktisch. Mit dem 14-150mm-Kit-Objektiv hast du von Weitwinkel bis Tele alles dabei, ohne zu viel Gewicht zu spüren.
Für Studio- oder Produktfotografen, die auf maximale Detailschärfe und niedrigste ISO-Werte angewiesen sind, ist die Kamera aber die falsche Wahl. Hier solltest du lieber zu einem Vollformat-System greifen, etwa zur Nikon Z8 oder Sony a7 V. Auch wer hauptsächlich Videos mit perfektem Tracking-Autofokus drehen will, findet in der LUMIX GH7 oder der Fuji X-H2S leistungsstärkere Alternativen. Für alle anderen, die Wert auf ein portables, widerstandsfähiges Werkzeug legen, ist die OM-5 Mark II eine klare Kaufempfehlung.