Canon Canon EF-S 17-85mm f/4-5.6 IS USM Standard Zoom Review

Der Canon 17-85mm IS USM ist ein Oldie but Goldie: ultraschneller AF und große Reichweite für wenig Geld, aber die variable Blende zeigt ihr Alter.

Focal Length 17-85mm
Max Aperture f/4
Mount Canon EF-S
Stabilization Yes
Weather Sealed No
Weight 476 g
AF Type USM
Lens Type Zoom
Canon Canon EF-S 17-85mm f/4-5.6 IS USM Standard Zoom lens
87.5 Gesamtbewertung

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Der Canon EF-S 17-85mm f/4-5.6 IS USM ist ein bewährter Allround-Zoom für Canon APS-C-DSLRs. Sein größter Pluspunkt ist der ultraschnelle und leise Autofokus, gefolgt von einer praktischen Zoomreichweite und guter Bildstabilisierung. Die variable Blende und nur durchschnittliche Bokeh-Qualität sind die Schwachpunkte. Für rund 300 Dollar bekommst du ein extrem vielseitiges Objektiv, das sich perfekt für Einsteiger oder als Zweitobjektiv eignet. Nicht die erste Wahl für Porträt- oder Low-Light-Fotografen.

Überblick

Okay, lass uns über dieses Objektiv sprechen. Der Canon EF-S 17-85mm f/4-5.6 IS USM ist ein echter Oldtimer – er kam 2004 auf den Markt und ist für Canon APS-C-Kameras gedacht. Das macht ihn zu einer Art 'Alltagszoom' für Einsteiger und Hobbyfotografen, die mit einer Rebel oder einer 60D/70D/80D unterwegs sind. Sein großer Reiz ist die enorme Reichweite: von 17mm Weitwinkel bis 85mm leichter Telebereich deckt er viele Alltagssituationen ab, ohne dass man wechseln muss.

Und hier kommt der Clou: Trotz seines Alters schneidet dieses Objektiv in unserer Datenbank in einigen Kernbereichen immer noch beeindruckend gut ab. Die Autofokus-Geschwindigkeit liegt in der 99. Perzentile – das bedeutet, er fokussiert schneller als fast alle anderen Objektive, die wir getestet haben. Auch die optische Qualität und die Bildstabilisierung sind weit über dem Durchschnitt. Das ist bemerkenswert für ein Kit-Objektiv, das oft im Bundle mit der Kamera verkauft wurde.

Für wen ist das also was? Ganz klar: Für jemanden, der eine gebrauchte Canon APS-C-Kamera besitzt und ein vielseitiges, zuverlässiges Allround-Objektiv sucht, ohne ein Vermögen auszugeben. Es ist der bewährte Begleiter für Reisen, Familienfotos und allgemeine Fotografie. Wenn du nach kreativer Unschärfe (Bokeh) oder perfekter Porträtqualität suchst, bist du hier falsch. Aber als 'Workhorse' hat es sich über Jahre bewährt.

Leistung

Die Leistungsdaten sind eine Mischung aus alten Stärken und modernen Schwächen. Der ringförmige Ultraschall-Motor (USM) ist nach wie vor der Star der Show. Der Autofokus ist nicht nur schnell, sondern auch sehr leise und präzise. Du kannst auch im AF-Modus manuell nachjustieren, was für Videoaufnahmen oder Makros praktisch ist. Die Bildstabilisierung arbeitet zuverlässig und erlaubt es, Verschlusszeiten um etwa drei Stufen zu verlängern – ein echter Game-Changer bei schlechtem Licht oder im Telebereich.

Die optische Leistung ist solide, aber nicht perfekt. In der Mitte des Bildes ist die Schärfe gut, besonders bei Blende f/8. An den Rändern und in den Ecken lässt sie etwas nach, besonders bei Weitwinkel. Vignettierung (Abdunklung der Ecken) und chromatische Aberrationen (Farbsäume) sind bei offener Blende sichtbar, lassen sich aber in der Nachbearbeitung oft korrigieren. Der variable Blendenverlauf von f/4 auf f/5.6 ist die größte Leistungseinbuße. Bei 85mm verlierst du schon etwas Licht, was in Innenräumen oder bei Dämmerung spürbar wird. Hier zeigt sich das Alter des Designs.

Leistungsperzentile

AF 99.3
Bokeh 26.8
Build 56.2
Macro 85.2
Optical 93.2
Aperture 30.1
Versatility 95.4
Social Proof 83.2
Stabilization 88.1

Vor- und Nachteile

Pros

  • Strong af (99th percentile) 99th
  • Strong versatility (95th percentile) 95th
  • Strong optical (93th percentile) 93th
  • Strong stabilization (88th percentile) 88th

Cons

  • Below average bokeh (27th percentile) 27th
  • Below average aperture (30th percentile) 30th

Was Nutzer sagen

4.2/5 (346 reviews)
👍 Viele Nutzer schätzen die enorme Vielseitigkeit und den schnellen Autofokus. Sie berichten, dass sie dieses Objektiv für die allermeisten Alltagssituationen verwenden und selten wechseln müssen.
👍 Die Bildstabilisierung wird häufig als sehr effektiv gelobt, besonders bei Aufnahmen mit Telebrennweite oder in Innenräumen, wo sie verwackelte Bilder verhindert.
👎 Ein wiederkehrender Kritikpunkt ist die variable Blende (f/4-5.6), die im Telebereich als limitierend empfunden wird, insbesondere für Porträtaufnahmen oder bei schlechten Lichtverhältnissen.
🤔 Die optische Qualität wird als gut, aber nicht herausragend beschrieben. Nutzer erwähnen, dass die Schärfe in der Mitte ausgezeichnet ist, die Bildränder bei Weitwinkel aber etwas leiden können.

Technische Daten

Alle technischen Daten

Optics

Type Zoom
Focal Length Min 17
Focal Length Max 85
Elements 17
Groups 12

Aperture

Max Aperture f/4
Constant Yes

Build

Mount Canon EF-S
Weight 0.5 kg / 1.0 lbs

AF & Stabilization

AF Type USM
Stabilization Yes

Focus

Min Focus Distance 85

Preis-Leistungs-Verhältnis

Preislich bewegt sich das Objektiv gebraucht oder als 'White Box'-Version zwischen 288 und 332 US-Dollar. Das ist ein fairer Preis für das, was man bekommt: einen schnellen, vielseitigen Zoom mit guter Stabilisierung. Neu war es damals oft Teil eines Kits, daher ist der Einzelkauf heute eine Budget-Option.

Der Wert liegt klar in der Vielseitigkeit. Du bekommst für vergleichsweise wenig Geld einen großen Brennweitenbereich und einen Top-Autofokus. Du musst aber Kompromisse bei der Blendenlichtstärke und der optischen Perfektion an den Rändern eingehen. Für den Preis eines modernen Prime-Objektivs bekommst du hier fünf Brennweiten in einem. Ob das ein guter Deal ist, hängt davon ab, ob dir Reichweite oder Bildqualität an erster Stelle steht.

Price History

$280 $300 $320 $340 Feb 19Mar 7Mar 16 $332

Im Vergleich

Verglichen mit modernen Alternativen wie dem Tamron 17-70mm f/2.8 Di III für Sony E-Mount zeigt sich der Generationenuntruck. Das Tamron bietet eine durchgehende Blende f/2.8, ist schärfer und für spiegellose Kameras designed. Es ist aber auch deutlich teurer und für ein anderes System. Der Canon ist die günstige, bewährte Lösung für das ältere EF-S-System.

Innerhalb des Canon-Ökosystems ist das EF-S 17-55mm f/2.8 IS USM der direkte, hochwertigere Konkurrent. Es ist schärfer, hat eine konstante Blende f/2.8 und bessere Optik, kostet aber auch das Doppelte bis Dreifache. Für jemanden, der gerade erst anfängt oder ein Zweitobjektiv sucht, ist der 17-85mm die pragmatischere Wahl. Gegenüber einem Meike 55mm f/1.4 verliert der Canon natürlich in puncto Lichtstärke und Bokeh, gewinnt aber durch seinen Zoom und die Stabilisierung.

Häufige Fragen

Q: Ist dieses Objektiv neu oder gebraucht/refurbished?

Die auf den großen Plattformen angebotenen Versionen sind oft 'White Box' oder Bulk-Packaging. Das bedeutet, es handelt sich um fabrikneue Objektive, die ohne das volle Retail-Packaging (oft ohne Tasche und Hood) verkauft werden. Es ist kein Gebraucht- oder Refurbished-Artikel, aber auch nicht die vollständige Retail-Version. Achte auf die Artikelbeschreibung.

Q: Für welche Canon Kameras ist das Objektiv geeignet?

Das Objektiv hat einen EF-S-Bajonettanschluss. Es passt daher nur auf Canon DSLR-Kameras mit APS-C-Sensor, also die Rebel-Serie (wie die T7i, SL3 etc.), die xxD-Serie (60D, 70D, 80D, 90D) und die 7D. Es ist NICHT für Vollformatkameras (wie die 5D oder 6D) oder die neuen spiegellosen R-Serie Kameras geeignet, außer mit einem Adapter, der die EF-S-Bajonette unterstützt.

Q: Wie ist die Naheinstellgrenze und ist es für Makros geeignet?

Die Naheinstellgrenze beträgt 35 cm über das gesamte Zoom-Bereich. Das ist okay, aber kein echtes Makro-Objektiv. Bei 85mm kannst du dein Motiv relativ groß im Bildrahmen platzieren, was für Detailaufnahmen von Blumen oder kleinen Objekten ausreicht. Für professionelle Makrofotografie solltest du dir ein spezielles Makroobjektiv zulegen.

Q: Wie schneidet es im Vergleich zum Kit-Objektiv 18-55mm ab?

Es ist in fast jeder Hinsicht ein Upgrade. Du bekommst mehr Reichweite (bis 85mm statt 55mm), einen viel besseren und leiseren Autofokus (USM vs. STM/Mikromotor) und in der Regel eine bessere optische Leistung. Der größte Nachteil ist das höhere Gewicht und die Größe. Wenn dir die zusätzliche Tele-Reichweite wichtig ist, ist der 17-85mm ein klarer Schritt nach vorn.

Für wen es nicht geeignet ist

Porträtfotografen sollten die Finger davon lassen. Die Blende f/5.6 bei 85mm und die nur durchschnittliche Bokeh-Qualität bieten nicht die cremige Hintergrundunschärfe, die für ansprechende Porträts nötig ist. Schau dir stattdessen ein günstiges Prime-Objektiv wie das Canon EF 50mm f/1.8 STM an.

Auch wer viel bei schwachem Licht ohne Stativ oder Blitz fotografiert, wird mit der variablen Blende hadern. Für Konzerte, Innenraum-Events oder Nachtfotografie ist ein Objektiv mit konstanter Blende f/2.8 oder heller die bessere Wahl. Und natürlich: Besitzer von Canon Vollformat- oder spiegellosen R-Serie Kameras (ohne Adapter) können dieses EF-S-Objektiv gar nicht verwenden.

Fazit

Wenn du einen Besitzer einer älteren Canon APS-C-DSLR (wie der Rebel Serie, 60D, 70D, 80D, 7D) bist und ein einziges Objektiv suchst, das für 90% deiner Fotos reicht, dann ist das hier eine sehr solide Wahl. Die Kombination aus Zoomreichweite, schnellem AF und guter Stabilisierung macht es zum perfekten Reise- und Alltagsbegleiter. Du wirst nicht die absolut schärfsten Bilder aller Zeiten schießen, aber du wirst sie zuverlässig und in vielen Situationen einfangen.

Kauf es nicht, wenn du primär Porträts machst, nach cineastischem Bokeh suchst oder bei sehr schwachem Licht ohne Blitz fotografierst. Hier stößt der variable Blendenverlauf an seine Grenzen. Auch für professionelle Arbeit oder den Einsatz an einer modernen spiegellosen Kamera (über Adapter) gibt es bessere, neuere Optionen. Aber als günstiger Einstieg oder zuverlässiges Zweitobjektiv hat dieser Oldie noch immer viel zu bieten.